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Artikel: Firmengeschenke und die 35-Euro-Grenze: die Zahl, die alles prägt

Firmengeschenke und die 35-Euro-Grenze: die Zahl, die alles prägt – Schachatelier
Firmengeschenk

Firmengeschenke und die 35-Euro-Grenze: die Zahl, die alles prägt

Es gibt eine Zahl, die jeder kennt, der schon einmal Firmengeschenke geplant hat: 35 Euro. Sie taucht in jeder Diskussion auf, wird oft falsch verstanden – und führt dazu, dass Unternehmen jahrelang dasselbe verschenken: Wein, Pralinen, Kugelschreiber.

Ein Überblick, was hinter der Zahl steckt und warum sie seltener gilt, als viele denken.

Woher die 35-Euro-Grenze kommt

Der Hintergrund ist im Kern einfach: Geschenke an Geschäftspartner – also an Menschen außerhalb des eigenen Unternehmens – sind nur bis zu einem bestimmten Betrag pro Empfänger und Jahr als Betriebsausgabe abziehbar. Wird die Grenze überschritten, entfällt der Abzug in der Regel vollständig – nicht nur für den übersteigenden Teil.

Das erklärt die Vorsicht. Es erklärt aber nicht, warum die Zahl so oft als generelles Limit missverstanden wird.

Der wichtigste Punkt: Mitarbeiter sind etwas anderes

Hier liegt das größte Missverständnis. Die Grenze betrifft Geschenke an Geschäftspartner – Kunden, Lieferanten, externe Partner.

Für eigene Mitarbeiter gelten andere Regeln. Und gerade hier liegen die Anlässe, bei denen ein wertiges Geschenk zählt: das Dienstjubiläum nach 25 Jahren, der Abschied in den Ruhestand nach drei Jahrzehnten, ein besonderer Erfolg.

Wer diese Momente mit einem 35-Euro-Präsent begeht, weil er die Grenze falsch zuordnet, verschenkt mehr als Geld – nämlich die Gelegenheit.

Warum das die Geschenkkultur prägt

Die Folge sieht man in jedem Büro: die Schublade mit dem dritten bedruckten Kugelschreiber, der Flasche Wein vom letzten Jahresabschluss, dem Notizbuch mit fremdem Logo.

Das ist kein Böser Wille. Es ist die logische Konsequenz aus einer Grenze, die einen ganzen Markt in eine Preisklasse gedrängt hat. Nur: Ein Geschenk, das nur existiert, weil es unter einer Grenze bleibt, kommt auch so an.

Wann sich ein hochwertiges Geschenk lohnt

Die eigentliche Frage ist nicht steuerlich, sondern strategisch: Wollen Sie viele Menschen ein bisschen beschenken – oder wenige richtig?

Für breite Streuung an viele Kontakte ist ein günstiges Präsent völlig in Ordnung. Aber für den Schlüsselkunden, den langjährigen Partner, den Mitarbeiter nach dreissig Jahren – da wirkt die Rechnung anders. Ein Geschenk, an das man sich in zehn Jahren erinnert, kostet mehr als 35 Euro. Es ist aber auch etwas anderes.

Was ein gutes Firmengeschenk ausmacht

  • Es bleibt. Verbrauchtes ist nach zwei Wochen weg – mit ihm die Erinnerung.
  • Es ist sichtbar. Ein Gegenstand, der im Büro oder Wohnzimmer steht, erinnert jahrelang an den Absender.
  • Es wirbt leise. Ein dezent ins Holz graviertes Logo wirkt wie eine Signatur – ein Aufdruck wie Reklame.
  • Es meint jemanden. Eine persönliche Widmung macht aus einer Pflichtgeste ein Geschenk.

Ein wichtiger Hinweis

Steuerliche Regelungen ändern sich, hängen vom Einzelfall ab und lassen sich hier nur grob umreißen. Wir sind keine Steuerberater – für die Beurteilung Ihrer konkreten Situation ist der Steuerberater die richtige Adresse. Dieser Text ersetzt keine Beratung, sondern soll zeigen, dass eine Zahl nicht über die gesamte Geschenkkultur entscheiden muss.

Schachatelier: in Berlin zu Hause

Schachatelier ist in Berlin zu Hause. Jedes Set wird in echter Handarbeit von erfahrenen Meistern gefertigt – für Unternehmen, die bei den wichtigen Anlässen nicht das Naheliegende verschenken wollen. Auf Wunsch gravieren wir Logo oder Widmung dezent ins Holz.

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Häufige Fragen

Was besagt die 35-Euro-Grenze bei Firmengeschenken?

Geschenke an Geschäftspartner sind nur bis zu einem bestimmten Betrag pro Empfänger und Jahr als Betriebsausgabe abziehbar; wird die Grenze überschritten, entfällt der Abzug in der Regel ganz. Die Details hängen vom Einzelfall ab – dazu berät der Steuerberater.

Gilt die Grenze auch für Geschenke an eigene Mitarbeiter?

Nein, für eigene Mitarbeiter gelten andere Regelungen als für Geschäftspartner. Gerade bei Anlässen wie Dienstjubiläum oder Ruhestand lohnt sich deshalb der Blick auf die konkreten Möglichkeiten – am besten mit steuerlicher Beratung.

Wann lohnt sich ein hochwertiges Firmengeschenk?

Wenn es um wenige, wichtige Empfänger geht: Schlüsselkunden, langjährige Partner, verdiente Mitarbeiter. Für breite Streuung an viele Kontakte genügt ein günstiges Präsent.

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