
Schachspiel richtig aufbewahren: wo Schäden wirklich entstehen
Die meisten Schäden an einem Schachspiel entstehen nicht beim Spielen. Sie entstehen in den Monaten dazwischen – in einer Schublade, auf einem Dachboden, in einem Keller. Ein Brett, das jahrelang bespielt wird, altert schön. Eines, das falsch gelagert wird, ist irgendwann hinüber.
Die drei Feinde: Feuchtigkeit, Trockenheit, Sonne
Feuchtigkeit lässt Holz quellen. Der Keller ist der klassische Fehler – dort ist es kühl und feucht, das Brett nimmt Wasser auf und arbeitet.
Trockenheit ist das Gegenteil und genauso schlimm. Direkt neben oder über der Heizung, im Winter bei laufender Zentralheizung: Das Holz gibt Feuchtigkeit ab, schrumpft, und im schlimmsten Fall entstehen Risse.
Sonne bleicht aus. Ein Brett am Fenster verliert innerhalb eines Sommers seine Farbe – ungleichmäßig, weil die eine Seite mehr abbekommt als die andere.
Am schlimmsten ist der Wechsel. Ein Dachboden, im Sommer heiß und trocken, im Winter kalt und klamm, ist der sicherste Weg, ein gutes Brett zu ruinieren.
Der beste Lagerort ist der einfachste
Dort, wo Sie sich selbst wohlfühlen. Normale Wohnraumtemperatur, normale Luftfeuchtigkeit, kein direktes Sonnenlicht.
Ein Regal im Wohnzimmer ist besser als jede Spezialbox im Keller. Ein Schrank im beheizten Raum ist besser als der Dachboden. Es ist wirklich so simpel.
Liegend oder stehend?
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Ein Brett sollte liegen, nicht auf der Kante stehen. Im Regal aufrecht wie ein Buch abgestellt, lastet das gesamte Gewicht auf einer Kante – über Jahre kann sich das Brett dadurch leicht verziehen.
Flach hingelegt verteilt sich das Gewicht. Und wenn etwas darauf gestapelt wird: nichts Schweres.
Die Figuren: getrennt und gepolstert
Zweiunddreißig Figuren lose in einer Schublade sind zweiunddreißig Figuren, die sich gegenseitig zerkratzen. Bei jedem Öffnen rollen sie übereinander.
Besser sind zwei getrennte Stoffbeutel – einer für helle, einer für dunkle Figuren. Noch besser eine Kassette mit Einlage, in der jede Figur ihren Platz hat. Dann berühren sie sich nicht, und man sieht sofort, wenn eine fehlt.
Ein häufiger Fehler: Figuren in Plastiktüten. Sie lassen keine Luft durch – bei Restfeuchtigkeit kann sich Schimmel bilden.
Der einfachste Tipp überhaupt
Lassen Sie es aufgebaut stehen.
Ein Schachspiel, das auf dem Tisch steht, wird gespielt. Eines, das weggeraeumt ist, wird vergessen. Und ganz nebenbei: Auf dem Tisch im Wohnzimmer herrschen genau die Bedingungen, die dem Holz guttun.
Wenn Platz ein Thema ist, ist eine Kassette die Lösung – sie darf im Regal stehen und sieht dort gut aus, während die Figuren geschützt im Inneren liegen.
Nach dem Spielen draußen
Wer im Garten oder auf dem Balkon gespielt hat: reinbringen. Nicht über Nacht draußen lassen. Der Morgentau reicht, um Feuchtigkeit ins Holz zu bringen – und ein Set, das den ganzen Sommer draußen steht, ist im September ein anderes.
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Häufige Fragen
Wo bewahrt man ein Schachspiel am besten auf?
Im beheizten Wohnraum, bei normaler Luftfeuchtigkeit und ohne direkte Sonne. Keller und Dachboden sind ungeeignet – dort schwanken Feuchtigkeit und Temperatur zu stark.
Sollte ein Schachbrett liegen oder stehen?
Liegend. Steht es aufrecht wie ein Buch im Regal, lastet das gesamte Gewicht auf einer Kante, was das Brett über Jahre verziehen kann.
Wie lagert man Schachfiguren richtig?
Getrennt nach hell und dunkel, in Stoffbeuteln oder besser in einer Kassette mit Einlage. Lose in einer Schublade zerkratzen sie sich; Plastiktüten lassen keine Luft durch.


