Zum Inhalt springen

Sommer-Edition – bis zu 30% Rabatt

Jetzt shoppen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Artikel: Staunton-Schachfiguren: warum eine Form von 1849 bis heute gilt

Staunton-Schachfiguren: der Standard seit 1849 erklärt – Schachatelier
Ratgeber

Staunton-Schachfiguren: warum eine Form von 1849 bis heute gilt

Stellen Sie sich eine Schachfigur vor. Wahrscheinlich sehen Sie einen König mit Kreuz, eine Dame mit Zackenkrone, einen Springer im Profil. Diese Bilder sind kein Zufall – sie stammen aus dem Jahr 1849 und tragen den Namen eines Mannes, der sie nicht einmal entworfen hat.

Was die Staunton-Form ist

Die Staunton-Form ist der weltweite Standard für Schachfiguren. Sie legt fest, wie König, Dame, Turm, Läufer, Springer und Bauer aussehen: klare Silhouetten, eindeutig unterscheidbar, mit breitem Sockel und ausgewogenen Proportionen.

Entworfen wurde sie 1849 von Nathaniel Cook. Ihren Namen bekam sie von Howard Staunton, dem damals führenden englischen Schachspieler, der sie öffentlich unterstützte und damit durchsetzte. Seitdem hat sich fast nichts verändert.

Warum sie sich durchgesetzt hat

Vor Staunton war Schach ein visuelles Chaos. Jede Region hatte eigene Figurenformen – kunstvoll, aber uneindeutig. Wer in einer fremden Stadt spielte, musste erst lernen, welche Figur was war.

Die Staunton-Form löste das mit drei Prinzipien:

Erkennbarkeit. Jede Figur ist auf einen Blick eindeutig – auch von der anderen Brettseite, auch bei schlechtem Licht.

Stabilität. Der breite Sockel hält die Figur aufrecht.

Handhabung. Die Form liegt gut zwischen zwei Fingern – wichtig, wenn tausende Züge folgen.

Es ist Design, das funktioniert, weil es sich zurücknimmt.

Der Weltschachbund und die Vorschrift

Die FIDE empfiehlt Staunton-Figuren für Turniere. Im deutschen Turnierbetrieb ist die Staunton-Form vorgeschrieben – künstlerische Figurenformen sind untersagt.

Das klingt streng, hat aber einen einfachen Grund: Wer um Punkte spielt, soll über Züge nachdenken, nicht über die Frage, ob das ein Läufer oder ein Bauer ist.

Wie man gute von schlechten Staunton-Figuren unterscheidet

Staunton ist eine Form, keine Qualitätsgarantie. Es gibt Staunton-Figuren für sechs Euro aus Kunststoff und für dreihundert aus Buchsbaum. Der Unterschied zeigt sich hier:

  • Der Springer. Die Krönung jedes Sets. Handgeschnitzt hat er Ausdruck, maschinell wirkt er leblos.
  • Die Proportionen. Dame und König müssen sich deutlich unterscheiden – bei billigen Sets sind sie fast gleich hoch.
  • Das Material. Buchsbaum hält feine Details, weiche Hölzer brechen aus.
  • Das Gewicht. Gute Figuren sind beschwert.

Warum eine Form aus 1849 immer noch gilt

Fast alles aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ist heute Museum. Die Staunton-Figur nicht. Sie steht in jedem Verein, auf jedem Turnier, in jeder Schachapp der Welt – und der Enkel erkennt dieselbe Dame wie sein Großvater.

Das ist vielleicht der beste Beweis für gutes Design: Es wird nicht ersetzt, weil es nichts zu verbessern gibt.

Schachatelier: in Berlin zu Hause

Schachatelier ist in Berlin zu Hause. Jedes Set wird in echter Handarbeit von erfahrenen Meistern gefertigt – in klassischer Staunton-Form, mit Springern, die von Hand ihren Charakter bekommen.

→ Handgefertigte Schachsets entdecken

Häufige Fragen

Was sind Staunton-Schachfiguren?

Die Staunton-Form ist der weltweite Standard für Schachfiguren, entworfen 1849 von Nathaniel Cook und benannt nach dem Schachspieler Howard Staunton. Sie zeichnet sich durch klar unterscheidbare Silhouetten und stabile Sockel aus.

Sind Staunton-Figuren im Turnier vorgeschrieben?

Ja. Die FIDE empfiehlt Staunton-Figuren für Turniere, und im deutschen Turnierbetrieb ist die Staunton-Form vorgeschrieben – künstlerische Figurenformen sind nicht zulässig.

Sind alle Staunton-Figuren gleich gut?

Nein. Staunton bezeichnet nur die Form, nicht die Qualität. Entscheidend sind Material, Gewichtung, Proportionen und vor allem der Springer – handgeschnitzt zeigt er Charakter, maschinell wirkt er leblos.

Read more

Schachbrett pflegen: was Holz braucht – und was ihm schadet – Schachatelier
Massivholz

Schachbrett pflegen: was Holz braucht – und was ihm schadet

Ein Massivholzbrett braucht wenig – aber das Wenige wirklich: was man niemals tun sollte, wie man richtig ölt und warum der größte Feind die Luft ist.

Weiterlesen
Neujahrsgeschenk für Geschäftspartner: der Monat, in dem Sie allein stehen – Schachatelier
Firmengeschenk

Neujahrsgeschenk für Geschäftspartner: der Monat, in dem Sie allein stehen

Im Dezember geht alles unter, im Januar steht es allein: warum das geschäftliche Neujahrsgeschenk klug ist – und warum Schach zum Jahreswechsel passt.

Weiterlesen